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Kann ich den Dualseelenprozess beschleunigen?

  • Autorenbild: Suse
    Suse
  • 5. Aug. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Aug. 2023


"Geduld ist eine Tugend" - sagt man so schön.

Am Anfang des ganzen Prozesses, ist es die Tugend, die wir so gar nicht besitzen. Geduld ist uns einfach nur lästig und am liebsten möchten wir alles tun, damit diese ganze Kiste nun endlich mal ins Rollen gerät. Wir wollen den Dualseelenprozess beschleunigen. Denn scheinbar bewegen ja nur wir uns und unser Gegenüber schläft den Schlaf des Gerechten. Wir heulen uns die Augen aus dem Kopp und der tut einfach nix.


Also denken wir, dass wir unsere Taktik ändern wollen und werden erfinderisch, wenn es darum geht, Bewegung in all das zu bringen.


Fragen wir uns zunächst einmal, warum wollen wir denn diesen Prozess eigentlich beschleunigen?


Weil wir im Grunde unseres Herzens nicht daran glauben, dass das, was jetzt gerade ist, richtig ist so wie es jetzt ist. Wir meinen zu wissen, dass es eigentlich anders sein müsste. Dass mehr passieren müsste, dass es schneller gehen müsste, dass wir weiter sein müssten, dass er weiter sein müsste. Gott, er ist ja so langsam und müsste es ja nun langsam auch mal geschnallt haben.


Und dabei vergessen wir, dass das Universum immer genau weiß was jetzt in diesen Moment wichtig und richtig für uns ist.

Durch unser fehlendes Vertrauen ins Universum und in diesen gesamten Prozess hetzen wir uns von einer Lernaufgabe zur nächsten, von Problem zu Problem und entfernen uns immer mehr von dem, was eigentlich in uns ist. Wir sind regelrecht süchtig nach Erklärungen, die uns andere geben sollen. Lesen alle Posts von all den Dualseelenpropheten. Und finden auch immer etwas, wo wir sagen: „Ah ja, das ist es. So muss es sein.“


Und wollen die eigentliche Aufgabe gar nicht angehen. Einfach bei uns zu bleiben. Aushalten was ist.

Schmerzen annehmen, ansehen und dann heilen.


Wenn wir aufhören in raketenartiger Schnelligkeit durch den Prozess gehen zu wollen, dann eröffnen sich plötzlich neue Räume.

Große Räume, kleine Räume, laute Räume, leise Räume, helle Räume, dunkle Räume. Und jeder diese Räume hat seine Berechtigung. Keiner ist falsch, alle dürfen genau so sein, wie sie sind.

Wir können diesen Prozess nicht auf die Art und Weise beeinflussen, wie wir es gerne möchten. Wir können nur unsere Art und Weise beeinflussen, wie wir mit dem Prozess umgehen. Uns fallen lassen in den Fluss des Lebens.

Und genau das ist irgendwie auch das Ziel.


Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, in denen ich auch dachte, es müsste JETZT aber mal vorangehen. Es müsste mal was passieren.

Ich müsste jetzt mal aktiv werden damit er in Gang kommt.

Was ich mir damals nie eingestanden habe, ist, dass ich überhaupt nicht weiß, was das Universum für mich möchte.

Für diesen einen Moment.

Für die jetzige Situation und für den jetzigen Abschnitt des Prozesses. Woher soll ich das auch wissen?!

Ich kann es nicht wissen.

Ich kann nur darauf vertrauen, dass das Universum schon weiß, was es tut und das alles, was jetzt ist, genauso sein soll. Und wenn es schmerzt, dann muss ich es heilen und nicht weiter versuchen, im Außen eine Decke für diesen Schmerz zu finden.


Als ich das verstanden hatte, hat sich alles geändert.

Es kam der Tag, an dem konnte ich auf jede Situation sehr ruhig blicken. Ich verspürte keine Trauer und vor allen Dingen verspürte ich nicht mehr den Drang, an einer bestimmten Situation rütteln zu müssen, sie verändern zu wollen.


Was ich verändern kann und möchte, bin ich selbst. Meine Gefühle, meine Sicht- und Denkweisen. Mein Umgang mit alldem. Je mehr ich mich wieder auf mich selbst besonnen habe, desto mehr tiefes Wissen gewann ich zurück, desto mehr konnte ich mich auf mein Gefühl verlassen, denn mein Gefühl werde ich niemals im außen finden, sondern immer nur im Innen.

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